Aus unserer Arbeit

Bundesverband Deutsche Mittelgebirge e.V. trifft sich zur Klausurtagung in der Pfalz

Die Klosterklausur in Neustadt a.d. Weinstraße von 22.-24. Mai 2022 stand ganz im Zeichen der Digitalisierung und der vielen damit verbundenen Aspekte. Das zentrale Thema war der Umgang mit Daten. Gleich mehrere Vorträge bzw. Wissensduschen nahmen sich den Themen Datenmanagement und Open Data an – und führten noch einmal zu der Frage: Warum tun wir das überhaupt?

Nun könnte man auf den ersten Blick meinen, dass jene, die diese Frage heute immer noch stellen, von gestern seien. Dabei scheint es vielen aktuell wichtiger denn je, diese Frage noch einmal grundlegend zu diskutieren, weil sich eventuell entscheidende, zu Beginn dieses Prozesses getroffene Annahmen, derzeit nicht als richtig erweisen. Zum Beispiel erfüllt sich das Versprechen, dass OTAs, Plattformen und andere Portale offene touristische Daten, zumal kostenlos, nutzen wollen, bislang tatsächlich nicht.

Obwohl viel Arbeit auf den unteren Ebenen in die Pflege und Strukturierung von Daten investiert wurde, kamen durch die neuen Data-Hubs der Bundesländer keine weiteren Ausspielkanäle hinzu. Die Zukunftsversprechen, die während des als Top-down-empfundenen Prozesses gemacht wurden, scheinen sich (noch) nicht zu erfüllen bzw. werden als „nebulös“ empfunden. Handfeste Erfolge, wie etwa beim Thema der digitalen Freizeitvermarktung, sind noch nicht erkennbar. Nicht zuletzt steht bei aller Digitalisierung die Frage im Raum: Was davon will und braucht der Kunde eigentlich? Für wen also tun wir das alles?

Spannende Vorträge und Wissensduschen haben sich diesen Fragen genähert, welche Herausforderungen aktuell bestehen, und Best Practice Beispiele haben gezeigt, was bereits heute alles in puncto Digitalisierung möglich ist.

Dr. Michael Braun als Vorsitzender beim Bundesverband Deutsche Mittelgebirge e.V. bestätigt

Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, ist weiterhin der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutsche Mittelgebirge. Von der Mitgliederversammlung wurden am 19. November 2021 auch die weiteren Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt. Diese sind Ferdinand Reb, Tourismuszentrale Fichtelgebirge, Tino Richter, Tourismusverband Sächsische Schweiz, und Klaus Schäfer, Eifel Tourismus. Bernhard Mosbacher, Spessart Tourismus, wurde in den Vorstand kooptiert.

Der Bundesverband Deutsche Mittelgebirge besteht aus 26 Mittelgebirgsregionen. Hauptziel des Verbandes ist es, die Mittelgebirge als bedeutende Tourismuslandschaften zwischen Alpen und Küsten stark in Politik, Wirtschaft und Tourismus zu verankern sowie dort die Interessen der Mittelgebirge gemeinsam zu vertreten. „Trotz unterschiedlicher Strukturen beschäftigen sich die Mittelgebirgsorganisationen mit den gleichen Themen und haben die gleichen Herausforderungen zu bewältigen“, sagt Dr. Michael Braun, “an Nachhaltigkeit und Digitalisierung kommt momentan keine Urlaubsregion vorbei.” Der Verbund bilde eine Plattform sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gegenseitig voneinander von guten Modellen und Ansätzen zu profitieren, beschreibt Braun die wichtige Funktion der Verbandsarbeit. Zudem schaffe die Vernetzung auch eine maßgebliche Größe zur Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Tourismusorganisationen sowie zur Lobbyarbeit in Politik, Verbänden und Spitzenorganisationen.

Die deutschen Mittelgebirge verbuchen rund ein Drittel aller Gästeübernachtungen in Deutschland. Die Mittelgebirge sind überwiegend ländlich geprägt und sind die grünen Lungen der urbanen Zentren. Durch den Tourismus entsteht ein wirtschaftlich attraktives Standbein welches Wertschöpfung in die ländlichen Räume bringt. Die solide Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus ist deutschlandweit eine maßgebliche Aufgabe.

Netzwerk Deutsche Mittelgebirge

Klausurtagung des Bundesverbands Deutsche Mittelgebirge e.V.

Vulkanausbruch und Wissensduschen, Bar Camp Session und Schlaumeierpass – wer kommt bei diesen Begriffen auf die Idee, dass es sich um eine Klosterklausur des Bundesverbands Deutsche Mittelgebirge e.V. handelt?

Innenmarketing, Kommunikation mit touristischen Stakeholdern und Lobbyarbeit gewinnt mehr und mehr an Bedeutung.  Dr. Michael Braun, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Mittelgebirge e.V. begrüßte 25 Teilnehmer zu diesen Tagesordnungspunkten bei der Klosterklausur der Mittelgebirge, die von 26.-28. Mai 2019 in der Vulkaneifel im Kloster Maria Laach stattfand.

Im Bundesverband haben sich  25 Mittelgebirgsregionen Deutschlands zusammengeschlossen, um Erfahrungen auszutauschen.  Die Mittelgebirge haben oft ähnliche Problemstellungen und stehen vor den gleichen Herausforderungen. Der Verband hat sich daher zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Mittelgebirge zu vertreten und sichtbar zu machen.

Zum Thema Innenmarketing beschäftigten sich die Teilnehmer unter anderem mit den Effekten eines digitalen Partner-Netzwerks, Branchen- und Informationsdiensten sowie den Anforderungen an eine partnerschaftliche B2B-Kommunikation und sie erstellten einen „Instrumentenkoffer Innenmarketing“ für die zukünftige Arbeit. Als Rahmenprogramm besichtigten die  Klausurteilnehmer den Lava-Dome in Mendig mit einem früheren Basalt-Bergwerk.

Herzlichen Dank an Klaus Schäfer für die gastfreundliche Einladung in die Eifel.

Übrigens, neu erprobten die Teilnehmer die Methode einer Wissensdusche.

Dr. Braun übernimmt den Vorsitz des Bundesverbandes Deutsche Mittelgebirge e.V.

Ländlicher Raum steht im Fokus des Bundesverbandes Deutscher Mittelgebirge e.V.

Der Bundesverband Deutsche Mittelgebirge hat einen neuen Vorsitzenden. Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, übernimmt ab 25.09.2018 das  Amt von Veronika Hiebl, Geschäftsführerin Tourismusverband Erzgebirge e.V., die das Erzgebirge verlässt und die Geschäftsführung der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH übernehmen wird. Braun repräsentiert den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald im Bundesverband, in dem aktuell 22 Mittelgebirgsregionen zusammengeschlossen sind. Hauptziel des Verbandes ist es, die Mittelgebirge als bedeutende Tourismuslandschaften zwischen Alpen und Küsten besser in Politik, Wirtschaft und Tourismus zu verankern sowie dort die Interessen der Mittelgebirge gemeinsam zu vertreten.

Klaus Schäfer von Eifel Tourismus und Tino Richter von der Sächsischen Schweiz wurden im Amt bestätigt. Neu im Vorstand ist Ferdinand Reb von der Tourismuszentrale Fichtelgebirge.

Mittelgebirge sind die Urlaubsregionen der Zukunft

Zur dreitägigen Jahresversammlung in Weißenstadt im Fichtelgebirge, beschäftigte man sich auch mit der Frage, wie der Tourismus in den Mittelgebirgen gemeinsam ausgebaut werden kann. Während das touristische Wachstum in den Ballungszentren an die Grenzen stößt und man bereits „Overtourism“ beklagt, steht in den Mittelgebirgen noch ausreichend Raum für Erholung und Freizeit zur Verfügung. Auch die Übernachtungskapazitäten sind vorhanden. Die Tourismusorganisationen sind im ländlichen Raum Motor einer nachhaltigen Entwicklung in den oft strukturschwachen Regionen. Dabei sollen die Regionen in ihrer Einmaligkeit weiterentwickelt werden und die Naturräume durch gezielte Besucherlenkung bestmöglich erhalten bleiben. „Zudem treiben wir den Ausbau der digitalen Angebote und der Onlinebuchbarkeit in ländlichen Gebieten voran. Nur so können die Betriebe langfristig ihr Marketing weiterentwickeln und erreichen eine bessere Sichtbarkeit auf den Onlineplattformen, um vor allem auch immer wieder neue Gäste zu gewinnen“, erläutert Braun die Initiative, die er seit einigen Jahren mit Erfolg forciert.

Prominenter Gast der Jahresversammlung war Claudia Gilles, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV). Sie berichtete über die strategische Ausrichtung des DTV, da im Koalitionsvertrag die stärkere Verankerung des Tourismus in der Politik vereinbart wurde.

Tourismus im ländlichen Raum bedeutender Wirtschaftsfaktor

Rund zwei Drittel der Übernachtungen in Deutschland werden in ländlichen Räumen verbracht, ein Drittel in Städten über 50.000 Einwohnern. Fast die Hälfte der Übernachtungen im ländlichen Bereich finden in den Mittelgebirgen statt, an Nord- und Ostsee ein Fünftel und in den Alpen ein Zehntel, der Rest im übrigen Land. Damit sind die Mittelgebirge die populärste Landschaftsform im Deutschlandtourismus. In den im Bundesverband zusammengeschlossenen Mittelgebirgen erwirtschaftet die Tourismusbranche einen Bruttoumsatz von 21,5 Mrd. Euro. Tourismus ist eine Leitökonomie im ländlichen Raum, die neben Wertschöpfung, heimatnahe Arbeitsplätze sichert, Handwerk und Einzelhandel unterstützt und die regionale Baukultur, kulturelle Identität, Landschafts- und Naturschutz stärkt, sowie die Lebensqualität der Bevölkerung verbessert.

Die Deutschen Mittelgebirge – ein starkes Stück Deutschland

Mittelgebirge wollen sich besser positionieren

Die deutschen Mittelgebirge wollen gemeinsam die herausragende Bedeutung der abwechslungsreichen Ferienlandschaften zwischen Alpen und Küsten stärker ins Bewusstsein heben. Dazu haben sie den Verein „Deutsche Mittelgebirge e.V.“ gegründet. Er soll zugleich Lobbyarbeit betreiben und den Mittelgebirgen mehr Gewicht in politischen und touristischen Gremien verschaffen.

Mit dabei sind aktuell Bayerischer Wald, Bergisches Land, Bergstraße-Odenwald, Eifel, Erzgebirge, Fichtelgebirge, Fränkische Schweiz, Frankenwald, Haßberge, Hunsrück, Oberpfälzer Wald, Odenwald, Pfalz, Sächsische Schweiz, Sauerland, Schwäbische Alb, Siegerland-Wittgenstein, Spessart, Steigerwald, Thüringer Wald, Vogelsberg, Vogtland, Westerwald und Zittauer Gebirge.

Fördernde Mitglieder sind Rheinland-Pfalz und Saarland.